Kurz: Mähroboter-Klingen sind gewollt inkompatibel — es gibt 14 Format-Familien, und die falsche ist schnell bestellt. Wähle oben deine Marke, dann zeigen wir dir Format, Original-Teil und die Verwechslungs-Fallen.Stand: Juli 2026
Klingen-Kompass: Welches Format hat dein Mähroboter?
Worx-Klingen in den Husqvarna geschraubt, Navimow-Set für den Mammotion bestellt — die Bewertungs-Spalten der Shops sind voll davon. Dieser Kompass sortiert alle Formate: wer was nutzt, welches Original-Teil dahintersteckt und was garantiert NICHT passt.
Schnellwahl: Welches Format hat mein Mäher?
Marke wählen — wir zeigen dir dein Klingen-Format, das Original-Teil und wovon du die Finger lässt.
⚠️ Worx/Kress ↔ Husqvarna/Gardena: Beide sehen nach „kleine Klingen mit Schraube“ aus — aber Positec bohrt 1 Loch, Husqvarna 2. Falsch bestellt = passt mechanisch nicht. Immer die Format-Familie prüfen, nicht die Optik.
⚠️ Navimow ↔ Mammotion: Beide GPS-Pioniere, beide Doppel-Loch-Klingen — trotzdem unterschiedliche Maße. Die Bewertungs-Spalten der Shops sind voll von dieser Verwechslung.
⚠️ Robomow RC/RS ↔ RX/RT: Eine Marke, zwei Systeme: Sternmesser (RC/RS) gegen 18-cm-Messerbalken (RX/RT). Vor dem Kauf einmal unters Mähdeck schauen.
⚠️ STIHL 20 cm ↔ 28 cm: Das iMow-Mulchmesser gibt es in zwei Längen: 20 cm für RMI 4xx/5xx, 28 cm für den großen RMI 632. Gleiche Optik, 8 cm Unterschied.
⚠️ Original 0,6 mm ↔ Titan 0,75 mm: Beim Pendelklingen-Standard sind Husqvarna-Originale 0,6 mm dünn und flexibel; Titan-Nachbauten (0,75 mm) sind steifer und langlebiger — beide passen, aber Schnittbild und Preis unterscheiden sich. Kein Fehlkauf, aber ein bewusster Unterschied.
Die Format-Familien im Detail
🔩 Pendelklingen-Standard (0,75 mm)
Der Industrie-Standard, den Husqvarna erfunden hat: kleine Pendelklingen, die bei Steinkontakt wegklappen statt zu brechen. Weil Gardena, McCulloch und Flymo zum selben Konzern gehören (und Yard Force/Einhell das Format übernommen haben), passt EIN Klingen-Typ in Millionen Mäher — Nachschub ist darum spottbillig und überall verfügbar.
Die große EasiLife-Reihe hat ihr eigenes Original-Set — der kleine Bruder EasiLife GO dagegen nimmt den Pendelklingen-Standard. Erst die Reihe prüfen, dann bestellen.
Der Miimo mäht mit Pendelklingen im 0,75-mm-Format — Honda-eigene Originale plus geprüfte kompatible Sets. Schrauben immer mitwechseln, Honda liefert sie im Set mit.
Worx und Kress gehören beide zum Positec-Konzern und nutzen das 1-Loch-Prinzip — die Original-Sets (WA0190 bzw. KA0001) sind beidseitig geschliffen: einmal wenden verdoppelt die Standzeit. Die klassische Falle: Husqvarna-Klingen haben ein anderes Loch-Bild und passen NICHT.
Der Indego mäht in Bahnen (LogiCut) und mit einem eigenen Messer-System am Messerteller — wendbare Edelstahl-Messer, die nur quartalsweise fällig werden. Pendelklingen anderer Marken haben hier nichts verloren.
STIHL setzt auf EIN beidseitig geschliffenes Mulchmesser statt vieler Klingen: erst wenden (zweite Schneide), dann tauschen. Wichtigste Falle innerhalb der Marke: 20-cm-Messer (RMI 4xx/5xx) vs. 28-cm-Messer (RMI 632).
Robomow fährt ZWEI eigene Systeme: massive Sternmesser in RC/RS/TC/TS/MC/MS und einen 4-schneidigen 18-cm-Messerbalken in RX/RT. Beide halten ein halbes bis ganzes Jahr — dafür kosten sie mehr als Standard-Klingen. Die Verwechslungs-Falle liegt hier INNERHALB der Marke.
Der kabellose L60 mäht mit einem 25-cm-Sternmesser mit 4 Schneiden — ein Teil, einmal jährlich komplett tauschen. Baugleich übrigens im Wiper Blitz (gleicher Mutterkonzern Zucchetti).
Die GPS-Generation hat eigene Doppel-Loch-Klingen — Navimows Original HA002E schneidet an vier Kanten. Achtung: Mammotion nutzt AUCH Doppel-Loch, aber ein anderes Maß — die beiden GPS-Marken sind untereinander NICHT tauschbar.
Luba (Allrad) und Yuka (Vision) teilen sich das Mammotion-Doppel-Loch-Format — Sets kommen mit Schrauben UND Unterlegscheiben. Nicht mit Navimow verwechseln: gleiche Optik, anderes Maß.
Der Saugroboter-Riese hält sein Garten-Format geschlossen: Goat-Klingen (Original-Kit MBK120001) passen quer durch G1-, GX-, O- und A-Serie — aber in keine andere Marke.
Dreame ist das einzige System mit werkzeuglosem Schnellwechsel: Klingen aus SK5-Werkzeugstahl klicken in die Aufnahme — kein Schraubendreher, keine verlorenen Schräubchen. Ein Set deckt A1, A1 Pro und A2 ab.
Ein Set für fast die ganze Robolinho-Familie (300 E bis solo 2000 W): 6 gehärtete Klingen, Schrauben und sogar der Gabelschlüssel liegen bei. AL-KO empfiehlt den Wechsel spätestens alle 2 Monate.
Beim Lidl-Roboter entscheidet die IAN-Nummer vom Typenschild, nicht der Serienname — sie unterscheidet die Aktions-Generationen. Original-Nachschub liefert der Servicepartner Grizzly Tools.
Ehrliche Überschlagsrechnung: Format + Mähsaison wählen. Wir rechnen mit dem empfohlenen Wechselintervall und typischen Set-Preisen — dein tatsächlicher Verschleiß hängt von Fläche, Mähfrequenz und Boden ab.
Häufige Fragen zum Klingen-Format
Woran erkenne ich mein Klingen-Format?
Am sichersten über Marke + Serie (oben in der Schnellwahl). Zur Kontrolle einmal unters Mähdeck schauen: kleine Klingen mit 2 Schrauben-Löchern = Pendelklingen-Standard, 1 Loch = Worx/Kress, ein großes Sternmesser = Robomow/Ambrogio, ein Balken = Robomow RX/RT, Messerteller = Bosch/STIHL.
Sind kompatible Klingen schlechter als Originale?
Nicht pauschal. Bei Pendelklingen sind DIN-EN-50636-geprüfte Nachbauten etabliert und oft dicker (0,75 statt 0,6 mm) — langlebiger, minimal steifer. Bei Spezial-Systemen (STIHL-Mulchmesser, Robomow-Sternmesser) lohnt das Original häufiger, weil Passform und Balance kritischer sind.
Warum sind die Formate überhaupt inkompatibel?
Teils Technik (Pendel- vs. Feststehend-Prinzip, Teller- vs. Einzelklingen), teils Geschäftsmodell: Verschleißteile sind wiederkehrender Umsatz. Für dich zählt nur: Format prüfen, bevor du bestellst.
Wie oft muss ich wirklich wechseln?
Faustregel: Pendelklingen alle 4–8 Wochen, Wende-Systeme (Worx, STIHL) doppelt so lange, massive Sternmesser 1–2× pro Jahr. Sicherstes Signal ist der Rasen selbst: ausgefranste, weißlich-graue Grashalm-Spitzen = Klingen rupfen statt schneiden → wechseln.